Skip to content
Home » News » Zu verstehen, warum und was zu tun ist, kann helfen, nachdem man die Nachrichten gehört hat

Zu verstehen, warum und was zu tun ist, kann helfen, nachdem man die Nachrichten gehört hat

    green and white typewriter on brown wooden table

    Die Pandemie hat viele von uns im Frühjahr 2020 schockiert und verängstigt, sie hat unser Leben auf den Kopf gestellt und unsere Routinen durcheinander gebracht. Die anfänglich große Besorgnis wich der Hoffnung, dass ein Jahr später eine Art Normalität einkehren würde. Die Menschen sind immer noch verunsichert, und viele von uns haben einen Punkt der Erschöpfung, der Resignation und der Trauer erreicht.

    Wir befinden uns mitten in einer Zeit, die von weit verbreiteten Krankheiten, sozialen und politischen Umwälzungen, wirtschaftlichen Verwerfungen und zerrütteten Sicherheitsnetzen geprägt ist. Die Anzeichen eines Gemeinschaftstraumas sind weit verbreitet, unabhängig davon, ob jeder von uns die Schrecken dieses Augenblicks in seiner Nähe oder als Teil eines größeren Kreises erleidet. Viele dieser Anzeichen und Symptome, wie das Gefühl der Überforderung, Angst oder Erschöpfung, kommen uns vielleicht bekannt vor. Das Gefühl der Taubheit ist eines, das besondere Aufmerksamkeit erfordert.

    Unsere Gewohnheiten, Nachrichten zu schauen, verschärfen unsere Probleme. In Zeiten der Unsicherheit sind wir alle auf unsere eigene Art und Weise verletzlich. Ängste, die jahrelang geschlummert haben, können wieder erwachen und zu leichtem Stress oder ausgewachsenen Ängsten führen. Diese Ängste werden durch das, was von den großen Nachrichtenagenturen als “toxische Traumastory” bezeichnet wird, noch verstärkt.

    Die Technik ist einfach: Schockierende Fakten in Kombination mit starken Emotionen verleiten die Zuschauer zum Zuschauen. Ein altes Sprichwort besagt: “Wenn es blutet, führt es”. Der ultimativ spannende Inhalt für die Zuschauer sind negative Nachrichten wie die Reaktionen auf Impfungen oder politische Unruhen. Für die Mehrheit der Amerikaner ist diese tägliche Flut an Negativität jedoch eine Belastung für Geist, Körper und Emotionen.

    Wenn wir mit einem stressigen Szenario konfrontiert werden, schützt sich unser Körper, indem er in den “Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsmodus” übergeht. Unsere Reaktionen auf die Pandemie und die ständige Ungewissheit, die durch Schwarzmalerei und Nachrichten genährt werden, reichen von Hyperaktivität (Kampf oder Flucht) bis hin zur Erstarrung (Freeze). Während die drei Fs auf die momentane Stressreaktion des Körpers anspielen, können die Auswirkungen eines Traumas lange Zeit anhalten.

    Taubheit entsteht, wenn Nerven verletzt werden, was zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust der Empfindung im ganzen Körper führt. Ein Mangel an Aufregung und Interesse am Leben sowie Apathie und Gleichgültigkeit sind alles Beispiele für Taubheit in Bezug auf unser psychisches Wohlbefinden. Das Spektrum reicht von einer leichten Apathie über Distanziertheit bis hin zu einer schweren, belastenden Lethargie, die oft ein Kennzeichen einer schweren Depression ist. Ein gelähmter oder eingefrorener Zustand, der mit einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und einer schweren Depression einhergeht, wird als “Freeze” bezeichnet. Wir haben mit Tausenden von Menschen gearbeitet, die ein solches Trauma erlebt haben, einige von ihnen sind Flüchtlinge, andere nicht.