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Wussten Sie, dass der Mond Ihre Gesundheit auf drei Arten beeinflussen kann?

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    Jede Entbindungsschwester, jeder psychiatrische Krankenhausmitarbeiter und jede Lehrerin mit 25 Erstklässlern, die ihre Geduld auf die Probe stellen, wird Ihnen sagen, dass bei Vollmond seltsame Dinge passieren. Es gibt zahlreiche Geschichten darüber, wie Mondzyklen alles Mögliche beeinflussen, von Geburten über Verkehrsrowdytum bis hin zu Gewalt. Aber was sagt die Wissenschaft zu den angeblichen magischen Fähigkeiten des Mondes? Wird er für unsere Handlungen und Gefühle verantwortlich gemacht? Nach dem Studium von Studien und Gesprächen mit Experten sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Antwort ein klares “Vielleicht” ist.
    Die emotionale Wirkung des Mondes ist unbestreitbar. Er ist ein wunderschönes Himmelsobjekt, das uns zum Staunen bringt, aber das ist auch schon alles, was er für uns tut. Trotzdem gibt es Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen den Mondphasen und einigen Gesundheitsproblemen aufzeigen – allerdings nicht aus den Gründen, die Sie sich vielleicht vorstellen. Sind Sie neugierig geworden? Lesen Sie weiter, um herauszufinden, welche Überraschungen der Nachthimmel für Sie bereithält.

    Krampfanfälle sind möglich

    Viele Forscher haben untersucht, ob der Vollmond epileptische Anfälle auslösen kann. Eine brasilianische Studie, die in der Zeitschrift Epilepsy & Behavior veröffentlicht wurde, untersuchte unerwartete Todesfälle, die durch epileptische Anfälle im Laufe von acht Jahren verursacht wurden. Dabei wurde festgestellt, dass siebzig Prozent der Todesfälle bei Vollmond auftraten. Eine andere Studie, die in derselben Zeitschrift veröffentlicht wurde, ergab, dass Vollmond keinen Einfluss auf epileptische Anfälle hat, aber mit einer Zunahme nicht-epileptischer Anfälle verbunden ist.

    Im Jahr 2013 entdeckte eine Studie, dass bei Vollmond epilepsiebezogene Internetsuchen um 11 % zunahmen. Solche Internetrecherchen spiegeln jedoch möglicherweise nicht die tatsächlichen Anfälle wider. Das Licht des Mondes führt den Experten zufolge zu Schlafentzug, so dass die Betroffenen bis spät in die Nacht das Internet nach Informationen durchforsten. Eine Studie aus dem Jahr 2008 ergab, dass die Zahl der Anfälle abnimmt, wenn der Mond von Wolken verdeckt wird, was darauf hindeutet, dass die Beleuchtung des Mondes und nicht seine Phase dafür verantwortlich ist.

    Schlaflosigkeit

    Forscher führten eine Studie durch, bei der die Teilnehmer dreieinhalb Tage in einem Schlaflabor verbrachten. Im Labor konnten sie weder Uhren noch Außenlicht sehen. Sie konnten völlig frei entscheiden, wie sie schlafen und aufwachen wollten. Die Schlafgewohnheiten von 33 Personen wurden von den Schweizer Forschern mit den Phasen des Mondes verglichen. In den vier Tagen vor und nach einem Vollmond brauchten die Teilnehmer 5 Minuten länger zum Einschlafen, schliefen insgesamt 20 Minuten weniger und hatten 30 % weniger Tiefschlaf. Auch der Melatoninspiegel war bei den Teilnehmern niedriger. Die Forscher planen, die Teilnehmer 30 Tage lang zu beobachten, um zu untersuchen, wie sie schlafen, da diese Studie die erste ist, die einen Zusammenhang zwischen dem Schlaf und unserer zirkulären Uhr herstellt. Andere Forschungsarbeiten zu diesem Thema sind jedoch uneinheitlich, und frühere Ergebnisse konnten nicht wiederholt werden.

    Anstieg der Zahl der Geburten

    Nur der Supermond, nicht der Vollmond, hat das Potenzial, eine solche Wirkung zu haben. Die Studie untersuchte 1 000 Geburten in einem Privatkrankenhaus in Kyoto, Japan, bei denen die Mütter nicht eingeleitet wurden. Sie stellten fest, dass je näher der Mond der Erde war, desto mehr Babys wurden aufgrund der erhöhten Gravitationskraft geboren. Ein Vollmond hingegen hatte keinen erkennbaren Effekt, da er nichts mit der Anziehungskraft zu tun hatte.