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Funktionelle Dyspepsie: Ursachen, Behandlungen und Zukunftsperspektiven

    woman lying on bed

    Funktionelle Dyspepsie (FD) ist eine häufige Erkrankung, die von einigen Ärzten als Magenschmerzen ohne erkennbare Ursache definiert wird. Ein brennendes Gefühl im mittleren Oberbauch, direkt unter dem Brustkorb, oder ein Völlegefühl während oder nach einer Mahlzeit sind häufige Symptome (die nicht unbedingt mit den Mahlzeiten zusammenhängen). Die Symptome können so stark sein, dass es unmöglich wird, Mahlzeiten zu beenden oder alltägliche Aufgaben zu erledigen. Bei Menschen mit FD werden häufig verschiedene diagnostische Verfahren durchgeführt, darunter eine obere Endoskopie, ein CT-Scan und eine Magenentleerungsstudie. Trotz der Schwere der Symptome konnte keine offensichtliche Ursache (wie Krebs, eine Geschwürerkrankung oder eine andere Entzündung) festgestellt werden.

    Die Behandlung von FD ist schwierig, da es keine eindeutige Ätiologie für die Symptome gibt. Der erste Schritt in der Behandlung ist in der Regel die Untersuchung auf H. pylori-Bakterien, die Magen- und Dünndarmreizungen verursachen können. Wenn H. pylori gefunden werden, erhält der Patient Antibiotika zur Behandlung der Infektion.

    Der nächste Schritt ist in der Regel ein Versuch mit einem Protonenpumpenhemmer für diejenigen, die keine H. pylori-Infektion haben oder bei denen die Symptome trotz der Beseitigung dieser Bakterien bestehen bleiben (PPI). PPI, wie Omeprazol (Prilosec), Esomeprazol (Nexium) und Lansoprazol (Prevacid), reduzieren die Säureproduktion im Magen. Patienten, deren FD-Symptome durch die saure Refluxkrankheit verschlimmert werden, können von PPIs profitieren. PPIs können auch die Zahl der Entzündungszellen im Zwölffingerdarm (dem ersten Teil des Dünndarms) verringern, die bei der funktionellen Dyspepsie eine Rolle spielen können.

    Eine weitere Medikamentenfamilie, die häufig zur Behandlung von FD eingesetzt wird, sind trizyklische Antidepressiva (TCA). Es wird vermutet, dass FD bei manchen Menschen durch eine gestörte Beziehung zwischen Gehirn und Darm verursacht wird. Diese Menschen haben möglicherweise überaktive sensorische Nerven, die den Magen-Darm-Trakt versorgen, sowie eine fehlerhafte Schmerzverarbeitung durch das Gehirn. Amitriptylin (Elavil), Desipramin (Norpramin) und Imipramin (Tofranil) sind TCAs, von denen angenommen wird, dass sie diese gestörte Verbindung zwischen Gehirn und Darm kontrollieren. TCAs werden bei FD in der Regel in einer niedrigen Dosis verabreicht, da sie keine große antidepressive Wirkung haben.
    Eine beträchtliche Anzahl von Patienten mit FD leidet jedoch auch unter Angstzuständen, Depressionen oder anderen psychischen Problemen. Die FD-Symptome können verbessert werden, wenn diese Probleme angegangen werden, was im Allgemeinen mit Hilfe eines qualifizierten Psychiaters oder Psychologen geschieht. Die psychologische Therapie der FD ist noch nicht so gründlich erforscht wie die medikamentöse. Einige wenige Studien deuten jedoch darauf hin, dass psychologische Therapien wie die kognitive Verhaltenstherapie, die nachweislich bei einem von drei angemessen ausgewählten Patienten die FD-Symptome beseitigt, möglicherweise sogar günstiger sind als Medikamente. Selbst die erfolgreichsten medizinischen Therapien lindern die Symptome nur bei etwa einer von sechs Personen, die sie erhalten.