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Stimmt es, dass Früherkennung und Behandlung am besten sind?

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    Ich habe erkannt, dass dies häufig falsch ist. Viele gesundheitliche Probleme verschwinden von selbst. In solchen Fällen kann eine frühzeitige Untersuchung eine Verschwendung von Zeit, Mühe und Geld sein. Einige Tests sind invasiv und bergen ein hohes Risiko von Konsequenzen. Geringfügige Anomalien können zusätzliche Tests erforderlich machen. Hinzu kommt der Stress, der entsteht, wenn man auf ein Ergebnis wartet oder feststellt, dass man ein kleines Problem hat, das weitere Untersuchungen erfordert.

    Der Lauf der Zeit kann in manchen Fällen die “Heilung” sein. Deshalb raten viele Ärzte ihren Patienten, statt strenger Tests lieber abzuwarten und zu beobachten. Wissen ist nur dann nützlich, wenn es zu etwas Nützlichem genutzt werden kann. Viele Krankheiten sind es nicht wert, dass man über sie Bescheid weiß oder sie behandelt, solange sie keine Symptome verursachen.

    Die American Board of Internal Medicine Foundation rief 2012 die Kampagne Choosing Wisely ins Leben, um diese Probleme anzugehen. Ihr Ziel ist es, selektivere, evidenzbasierte Tests und Behandlungen zu fördern und gleichzeitig von unnötigen Tests und Therapien abzuraten.
    1) Leukämien und Lymphome verschiedener Typen. Bei Leukämien und Lymphomen handelt es sich zwar um Krebs, aber einige von ihnen schreiten so langsam voran, dass die Risiken einer Behandlung den Nutzen übersteigen. Wenn ein Patient beispielsweise an einer chronischen lymphatischen Leukämie im Frühstadium leidet und keine Symptome aufweist, wird möglicherweise keine Behandlung vorgeschlagen.

    2) Die Sarkoidose ist eine Form der entzündlichen Darmerkrankung. Die Ursache dieser nicht identifizierten Krankheit ist unbekannt, obwohl sie häufig zu geschwollenen Lymphknoten und Entzündungen in einer Reihe von Organen führt. Wenn jedoch keine Symptome vorliegen, die körperliche Untersuchung normal verläuft und die Ergebnisse der regelmäßigen Tests normal sind, ist möglicherweise keine Behandlung erforderlich.

    3) Prostatakrebs in einigen Formen. Eine engmaschige Überwachung ohne Behandlung kann für Männer mit Prostatakrebs empfohlen werden, der sich nicht außerhalb der Prostata ausgebreitet hat und unter dem Mikroskop nicht aggressiv aussieht. Diese Erkenntnis hat zu einer Debatte darüber geführt, ob ein Screening auf Prostatakrebs (z. B. mit einem Bluttest namens PSA) durchgeführt werden soll oder nicht.

    4) Osteoarthritis ist eine Art von Arthritis, die die Gelenke betrifft. Dies ist die häufigste Form der Arthritis, die mit zunehmendem Alter praktisch überall auftritt. Wenn die Symptome geringfügig sind, ist eine Behandlung möglicherweise nicht erforderlich.

    5) Menschen mit einem geringen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die einen leicht erhöhten LDL-Cholesterinspiegel haben. Für diese Gruppe werden in der Regel Richtlinien für einen gesunden Lebensstil empfohlen, wie z. B. häufige Bewegung, Verringerung des Übergewichts und eine nährstoffreiche Ernährung, aber keine Medikamente.

    6) Erkältung und eine Reihe anderer Viruserkrankungen Die meisten Virusinfektionen können ohne Medikamente oder andere Behandlungen bekämpft werden. Die Behandlung besteht in der Regel aus unterstützenden Maßnahmen (z. B. Erkältungsbehandlungen, Flüssigkeit und fiebersenkende Mittel) und ist nicht von Testergebnissen abhängig.