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Hier wird der Zusammenhang zwischen Ernährung, Krankheit und dem Mikrobiom aufgezeigt.

    sliced bell pepper

    Das Mikrobiom im menschlichen Körper und sein Zusammenhang mit chronischen Krankheiten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Eine neue Studie untersucht diesen Zusammenhang sowie die Frage, wie die von uns verzehrten Lebensmittel die Zusammensetzung unseres Mikrobioms beeinflussen.
    Das Mikrobiom setzt sich aus den Genen mikroskopisch kleiner Lebewesen (Bakterien, Viren und andere Mikroorganismen) zusammen, die im Magen-Darm-Trakt leben, vor allem im Dünn- und Dickdarm. Die typische Darmflora, die oft als Mikrobiom bezeichnet wird, schützt ihren menschlichen Wirt. Damit das Mikrobiom gedeihen kann, muss ein angemessenes Gleichgewicht bestehen, bei dem die gesunden Arten die weniger gesunden überwältigen.

    Die Wissenschaftler sind noch dabei herauszufinden, wie das Mikrobiom das Risiko chronischer Krankheiten wie Herzerkrankungen, Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes beeinflusst. Viele Faktoren, darunter individuelle Unterschiede und Ernährungsgewohnheiten, haben die Erforschung dieses Themas erschwert.

    Die jüngste Forschungsarbeit von Nature Medicine berücksichtigt jedoch diese Aspekte und erklärt, wie unsere Ernährung unser Mikrobiom verändert und wie unser Mikrobiom wiederum unser Krankheitsrisiko erhöht.

    Die Forscher untersuchten über 1 100 Personen, die an PREDICT 1 teilnahmen, einer großen Studie, die die Reaktionen der Menschen auf das Essen untersuchte. Sie identifizierten, klassifizierten, maßen und analysierten genetisches Material aus dem Mikrobiom der Studienteilnehmer mit einer Technik, die als metagenomische Sequenzierung bezeichnet wird. Darüber hinaus sammelten sie von all diesen Personen gründliche, langfristige Daten zur Nahrungsaufnahme, um ihre Essgewohnheiten zu bewerten, einschließlich der Aufnahme verschiedener Lebensmittelgruppen, Lebensmittel und Nährstoffe. Außerdem erfassten sie von den Studienteilnehmern Daten zu einer Reihe von Parametern, die mit dem Stoffwechsel und dem Krankheitsrisiko in Verbindung gebracht werden, wie z. B. Blutzucker (Glukose), Cholesterin und Entzündungswerte vor und nach einer Mahlzeit. Schließlich wurden auch die persönlichen Gesundheitsmerkmale der Studienteilnehmer wie Alter, Gewicht, BMI, Körperfett und Blutdruck gemessen.

    Der Studie zufolge wirkt sich die Ernährung auf die Gesundheit des Mikrobioms aus, und die Zusammensetzung des Mikrobioms hat Einfluss auf das Risiko gesundheitlicher Folgen. Den Ergebnissen zufolge wurden bestimmte Darmmikroorganismen mit bestimmten Nährstoffen, Lebensmitteln, Lebensmittelgruppen und der allgemeinen Zusammensetzung der Ernährung in Verbindung gebracht. Es wurde festgestellt, dass ernährungsbedingte Veränderungen des Mikrobioms die größten Auswirkungen auf Gesundheitsprobleme wie Herzerkrankungen und andere Gesundheitsprobleme haben. Weniger gesunde Ernährungsmuster (z. B. Milchprodukte, fettes Fleisch, verarbeitete Lebensmittel) förderten Darmspezies, die mit Blutzucker-, Cholesterin- und Entzündungswerten in Verbindung gebracht wurden, die mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte und andere schwere Gesundheitsprobleme einhergehen.

    Eine vielfältigere Darmmikrobiota hingegen wurde mit guten Ernährungsgewohnheiten (ballaststoffreiches Gemüse wie Spinat und Brokkoli, Mandeln und gesunde tierische Lebensmittel wie Fisch und Eier) in Verbindung gebracht und war mit einem geringeren Risiko für bestimmte chronische Krankheiten verbunden.

    Mehrfach ungesättigte Fette (wie sie in Fisch, Walnüssen, Kürbis-, Leinsamen und Chiasamen, Sonnenblumen-, Distel- und ungehärteten Sojaölen enthalten sind) fördern laut der Studie ebenfalls gesunde Darmspezies, die mit einem geringeren Risiko für chronische Krankheiten einhergehen.