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Hat das intermittierende Fasten einen Nachteil?

    silhouette of kneeling man

    Intermittierendes Fasten (IF) ist eine kalorienreduzierte Ernährungsweise, die auf dem Konzept der Zeit basiert. Wenn wir lange genug fasten, sinkt unser Insulinspiegel so weit ab, dass unser Körper beginnt, Fett als Energiequelle zu verbrennen. Immer mehr Forschungen zeigen, dass dieser Ansatz sowohl bei Tieren als auch bei Menschen zu einer deutlichen Gewichtsabnahme führt.

    Laut einer neuen randomisierten, kontrollierten Studie, die in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht wurde, hat das intermittierende Fasten keinen nennenswerten Effekt auf die Gewichtsabnahme und wirkt sich deutlich nachteilig auf die Muskelmasse aus. Die Medien griffen das Thema mit Schlagzeilen wie A Potential Downside of Intermittent Fasting und An Unintended Side Effect of Intermittent Fasting auf.

    141 Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip einem von zwei 12-wöchigen Ernährungsplänen zugeteilt: einem zeitlich begrenzten Ernährungsplan (TRE), bei dem 16 Stunden lang gefastet und nur innerhalb eines achtstündigen Zeitfensters am Tag gegessen wurde, oder einem konsistenten Mahlzeitentakt (CMT) mit drei strukturierten Mahlzeiten plus Zwischenmahlzeiten.

    Es gab keine Empfehlungen für körperliche Betätigung, und keine der beiden Gruppen erhielt eine Ernährungserziehung oder Verhaltensberatung. Eine richtige Kontrollgruppe gab es nicht (d. h. eine Gruppe, die keine Anweisungen zur Mahlzeiteneinteilung erhielt).

    Überraschenderweise haben beide Gruppen ihre Pfunde verloren. Angesichts der Schlagzeilen musste ich die Daten mehrfach lesen und wiederholen, denn sie zeigten, dass die IF-Gruppe von Anfang bis Ende statistisch signifikant abnahm, die CMT-Gruppe dagegen nicht.

    “Es gab einen signifikanten Gewichtsrückgang in der TRE-Gruppe (0,94 kg; 95 Prozent CI, 1,68 kg bis 0,20 kg; P =.01) und einen nicht signifikanten Gewichtsrückgang in der CMT-Gruppe (0,68 kg; 95 Prozent CI, 1,41 kg bis 0,05 kg; P =.07)”, heißt es in der Studie.

    Im Klartext: Die IF-Gruppe verlor mehr Gewicht, als zufällig möglich gewesen wäre: ein halbes bis vier Pfund oder durchschnittlich zwei Pfund. Die Gruppe mit den organisierten Mahlzeiten nahm ebenfalls ab, allerdings in einer Größenordnung, die dem Zufall zuzuschreiben ist: zwischen 0,1 und 3 Pfund bzw. 1,5 Pfund im Durchschnitt. Folglich gab es keinen signifikanten Unterschied in der Gewichtszunahme oder -abnahme zwischen den beiden Gruppen. Darüber hinaus entdeckten die Forscher, dass die IF-Gruppe Muskelmasse verlor, während die CMT-Gruppe dies nicht tat.