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Sonnenschutzmittel mit getönten Pigmenten bieten mehr als nur einen schönen Glanz

    Sonnenschutzmittel mit getönten Pigmenten sind derzeit der letzte Schrei. In diesen Sonnenschutzmitteln auf Mineralienbasis wird eine Farbgrundlage verwendet, um den Hautton auszugleichen und gleichzeitig zu schützen. Da sie in der Lage sind, sichtbares Licht zu blockieren, können sie auch zur Behandlung bestimmter Hautkrankheiten eingesetzt werden. Ist es möglich, dass die Zeit der unangenehmen Sonnenschutzmittelrückstände vorbei ist?

    Das elektromagnetische Spektrum umfasst sowohl ultraviolettes (UV) als auch sichtbares Licht. UVA, UVB und UVC sind die drei Wellenlängen, aus denen sich die UV-Strahlung zusammensetzt. Da UVC hauptsächlich von der Ozonschicht absorbiert wird, sind die wichtigsten Wellenlängen, die die Hautoberfläche durchdringen, UVA und UVB. Die negativen Auswirkungen von UV-Licht auf die Haut sind umfassend dokumentiert. UVA ist die Hauptursache für eine beschleunigte Hautalterung, während UVB mit Sonnenbränden und Hautkrebs in Verbindung gebracht wird. Sonnenlicht ist die Hauptquelle für UV-Strahlung.

    Die Sonne strahlt auch sichtbares Licht aus. Dies ist der Teil des elektromagnetischen Spektrums, den das menschliche Auge wahrnehmen kann. Künstliche Quellen für sichtbares Licht, wie medizinische Geräte, Bildschirme und Glühbirnen, sind ebenfalls möglich. Bei bestimmten Wellenlängen wird sichtbares Licht für verschiedene hautbezogene therapeutische Zwecke eingesetzt, z. B. für die Therapie oberflächlicher Blutgefäße, die Entfernung unerwünschter Haare und die Behandlung von Akne und präkanzerösen Hautläsionen.
    Sichtbares Licht dringt viel tiefer in die Haut ein als UV-Strahlung, und es kann schädliche Auswirkungen auf die Haut haben. Sichtbares Licht wird beispielsweise mit der Verschlimmerung von Hautpigmentierungskrankheiten wie Melasma und postinflammatorischer Hyperpigmentierung (dunkle Flecken) in Verbindung gebracht. Einer Studie zufolge verursachte sichtbares Licht eine deutlichere und länger anhaltende Hyperpigmentierung als UVA allein, insbesondere bei Personen mit dunkler Hautfarbe. Dies gilt insbesondere für blaues Licht (wie es von Smartphone-Bildschirmen ausgestrahlt wird), das die Pigmentbildung stärker zu fördern scheint als andere Wellenlängen des sichtbaren Lichts.
    UVA- und UVB-Filter sind in nicht getönten Breitspektrum-Sonnenschutzmitteln enthalten, auch wenn sie nicht darauf ausgelegt sind, sichtbares Licht zu verhindern. Ein Sonnenschutzmittel muss auf der Haut sichtbar sein, um sichtbares Licht zu filtern. Worum geht es dabei? Um das weiße Erscheinungsbild von Sonnenschutzmitteln zu verringern, werden die Partikel in ungetönten Breitband-Sonnenschutzmitteln “nanoskaliert” (verkleinert). Daher sind nicht getönte Sonnenschutzmittel so konzipiert, dass sie auf der Haut nicht zu erkennen sind und daher kein sichtbares Licht blockieren können.

    Getönte Sonnenschutzmittel mischen mineralische UV-Breitbandfilter wie Zinkoxid und Titandioxid mit Pigmenten wie pigmentierten Titandioxiden und Eisenoxiden, um eine hautähnliche Farbe zu erzeugen, die sichtbares Licht reflektieren kann. Die farbigen Grundlagen von getönten Sonnenschutzmitteln werden durch die Kombination unterschiedlicher Anteile von schwarzen, roten und gelben Eisenoxiden mit pigmenthaltigem Titandioxid hergestellt, wodurch ein getöntes Sonnenschutzmittel entsteht, das sich jedem Hautton anpasst.

    Obwohl diese Pigmente als inert gelten, wurde in zwei Fällen über allergische Reaktionen auf Eisenoxide in Mascara-Produkten berichtet. Ansonsten scheinen diese Bestandteile gut verträglich zu sein.