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Einer neuen Studie zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, an Covid-Symptomen zu erkranken, nach einer Impfung mit einem AZ-Impfstoff dreimal so hoch wie nach einer Impfung mit einem Pfizer-Impfstoff

    woman in white long sleeve shirt sitting on chair

    Der Impfstoff von AstraZeneca hat dem Vereinigten Königreich einen bedeutenden Vorsprung im Impfstoffrennen verschafft, doch neue SAGE-Zahlen könnten angesichts des nahenden Freedom Day Anlass zur Sorge geben. Nach Angaben des Expertengremiums, das die Downing Street berät, haben Personen, die mit dem AstraZeneca-Impfstoff vollständig geimpft sind, eine dreifach höhere Wahrscheinlichkeit, im Falle einer Infektion an Covid-Symptomen zu erkranken, als Personen, die mit den Impfstoffen von Pfizer und Moderna geimpft wurden.

    Das Vereinigte Königreich steuert auf den 19. Juli zu, an dem alle verbleibenden Beschränkungen für Coronaviren in England aufgehoben werden. Was eigentlich eine Zeit der nationalen Feierlichkeiten sein sollte, wurde mit wachsender Beunruhigung aufgenommen. Neue SAGE-Daten werden die Angst nur noch verstärken. Nach Angaben der Expertengruppe erkrankten Personen, die mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft wurden, dreimal häufiger an den Symptomen des Virus als diejenigen, die mit den Impfstoffen von Pfizer und Moderna geimpft wurden.

    Die Ergebnisse stammen aus REACT-2, dem größten Überwachungsprojekt des Vereinigten Königreichs, bei dem Blutproben von Hunderttausenden Briten nach dem Zufallsprinzip analysiert werden.
    Bei Personen, die nur eine einzige Dosis erhalten hatten, waren die Antikörper sowohl in Bezug auf das Alter als auch auf den Impfstofftyp stärker variabel.

    Diese Zahl liegt deutlich unter den beiden anderen Coronavirus-Impfstoffen, die derzeit im Vereinigten Königreich verwendet werden.

    Nach Angaben von Wissenschaftlern des Imperial College London sind zwei Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca zu 55 Prozent wirksam bei der Verhinderung von Symptomen durch die Delta-Variante, die derzeit der vorherrschende Stamm im Vereinigten Königreich ist.

    Nach Angaben der Imperial-Spezialisten hätten nur 15 Personen Symptome entwickelt, wenn Pfizer oder Moderna beteiligt gewesen wären.

    Ein eindeutiger Konsens über die Wirksamkeit des Impfstoffs von AstraZeneca muss sich jedoch erst noch herausstellen.

    Eine neue Studie, die in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde, hat zu dieser Verwirrung beigetragen.
    Der Studie zufolge könnte der Impfstoff einen lebenslangen Schutz gegen COVID-19 bieten.

    Der Studie zufolge bildet der Impfstoff nicht nur Antikörper, die das Virus beseitigen, sondern auch “Trainingslager” im Körper für T-Zellen, die auf der Suche nach neuen Varianten sind und diese zerstören können.

    Das bedeutet, dass der Körper diese wichtigen Zellen noch lange nach dem Abklingen der Antikörper bilden kann, möglicherweise für den Rest des Lebens.

    Wie Wissenschaftler aus Oxford und der Schweiz in der Fachzeitschrift Nature schreiben, ist der T-Zell-Schutz ein “Schlüsselmerkmal” von Adenovirus-Impfungen wie den Impfungen von AZ und J&J.

    “Die T-Zellen, die aus diesen zellulären Trainingslagern stammen, scheinen einen sehr hohen Grad an ‘Fitness’ zu haben”, so der Forscher Professor Burkhard Ludewig vom Kantonsspital in der Schweiz.

    Adenoviren haben eine lange Zeit der Koevolution mit dem Menschen verbracht und dabei viel über das menschliche Immunsystem gelernt.

    Viren sind die besten Lehrmeister, und in diesem Fall haben sie uns eine wertvolle Lektion darüber erteilt, wie man Killer-T-Zell-Reaktionen effektiv stimuliert.