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Wann sollte eine aktive Überwachung durchgeführt werden?

    doctor and nurse during operation

    Bei einem örtlich begrenztem Prostatakrebs im frühen Erkankungsstadium gibt es verschiedene Entscheidungskriterien, ob man diesen mit einem niedrigen Risiko einstuft. Wenn unter anderem der Krebs nur auf eine Prostatahälfte begrenzt ist und sich nahezu nicht vergrößert oder ausbreitet, gibt es sehr gute Prognosen. Natürlich hat das ein Arzt zu beurteilen, nachdem er sich ein Gesamtbild der individuellen Lage gemacht hat und die sehr strengen Bedingungen für eine solches Aussetzen der weiteren Heilbehandlungen/Therapie geprüft hat. Das Alter und die weiteren Erkrankungen des Patienten spielen bei dieser Abwägung auch eine Rolle.

    Der Arzt oder die Ärztin kann dann zu der Entscheidung kommen, dass man auf die aktive Überwachung setzt, in der der Prostatakrebs regelmäßig untersucht wird. Der Vorteil ist natürlich, dass man sich weitere Eingriffe mit eventuellen Nebenwirkungen (Impotenz, Inkontinenz) erspart. Der Nachteil ist, dass man mit dem Wissen leben muss, einen Krebs im Körper zu haben und es trotzdem passieren kann, dass dieser sich unerwartet negativ entwickelt. Viele verbinden dieses Wissen mit dem Gefühl der Machtlosigkeit, so dass eine aktive Überwachung womöglich belastender als eine Therapie ist.

    Die Folge der Entscheidung zur aktiven Überwachung sind dann eingehende Untersuchungen im Drei-Monatsrythmus. Dies sind meistens Tastuntersuchungen, so genannte PSA-Tests und Gewebeentnahmen. Aber auch wenn sich bei diesen Untersuchungen der Krebs stabil zeigt, kann der Patient jederzeit entscheiden, doch sofort mit der weiteren Therapie (operatives Entfernen oder Bestrahlung) zu beginnen.

    Wichtig zu beachten ist, dass die Informationen hier auf dieser und den weiteren Seiten nur einen groben Überblick bieten und keinesfalls eine ärztliche Untersuchung ersetzen können. Sollten Sie das Gefühl der Unsicherheit zu diesem Thema haben, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.