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Lebensmittel-Etiketten: Was bedeuten sie?

    photo of three clear glass mason jars

    Aufgrund zunehmender Gesundheits- und Umweltbedenken stellen immer mehr Menschen den Zweck und die Zuverlässigkeit von Lebensmittelkennzeichnungen in Frage. Während verschiedene Etiketten behaupten, dass Lebensmittel natürlich, biologisch oder anderweitig gesund sind, sind einige dieser Etiketten nicht reguliert oder entsprechen nicht den gesetzlichen Vorschriften. Das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (USDA) regelt und spezifiziert die Lebensmittelkennzeichnung wie folgt:

    Grasgefüttert:

    Die Begriffe “grasgefüttert” und “freilaufend” oder “käfigfrei” werden manchmal austauschbar verwendet; sie sind jedoch nicht gleichbedeutend. Ein “grasgefüttertes” Tier ist beispielsweise ein Tier, das in erster Linie auf der Weide und nicht in einem Mastbetrieb aufgezogen wird, wodurch sichergestellt wird, dass es gehalten werden kann, solange es grasen kann. Nach Untersuchungen der Northwestern Health Sciences University wird grasgefütterte Ware oft bevorzugt, weil die Tiere weniger wahrscheinlich eingeklemmt werden und die Produkte besser sind als mit Getreide gefütterte Ware. Bei getreidegefütterten Tieren ist es wahrscheinlicher, dass sie die meiste Zeit ihres Lebens in einem Mastbetrieb aufgezogen wurden und einen geringeren Nährwert haben.

    Käfigfrei: Damit ein Produkt als “freilaufend” oder “käfigfrei” gekennzeichnet werden kann, dürfen die Tiere in keiner Weise eingesperrt sein und müssen sich in einem weitläufigen, offenen Gebiet frei bewegen und fressen können. Die Kennzeichnung wird nur sehr locker kontrolliert. Das USDA-Gesetz zur Lebensmittelkennzeichnung verlangt lediglich, dass der Hersteller nachweist, dass die Tiere Zugang ins Freie haben und nicht im Stall gehalten werden, aber es sind keine Anträge oder Bescheinigungen erforderlich. Dieses Maß an Kontrolle hat es den Unternehmen ermöglicht, Tiere auf engem Raum ohne Käfige zu halten und sie dennoch als “käfigfrei” zu vermarkten.
    Hergestellt aus biologischem Anbau: Lebensmittel, die als solche gekennzeichnet sind, müssen mindestens 70 % organische Bestandteile enthalten und dürfen nicht aus Klärschlamm oder ionisierender Strahlung stammen. Die Angabe der Werte darf weder das USDA-Emblem noch den Begriff “Bio” enthalten. Auf der Verpackung können drei Bio-Zutaten angegeben werden, und in der Zutatenliste können alle Bio-Bestandteile aufgeführt werden. Es gelten die gleichen Regeln und Vorschriften wie für “Bio”-Produkte.

    Biologisch: Um als biologisch” gekennzeichnet zu werden, müssen die Lebensmittel mindestens 95 % biologische Zutaten enthalten, wobei die restlichen 5 % auf der nationalen Liste des USDA zugelassen sind. Sie dürfen nicht mit Antibiotika, Wachstumshormonen, Pestiziden, Erdöl oder Abfallschlamm, Bioengineering oder Düngemitteln auf Basis ionisierender Strahlung hergestellt werden. Alle Bio-Zutaten sowie der Name der Zertifizierungsstelle müssen angegeben werden.

    Naturbelassen: Das USDA unterscheidet nicht zwischen Lebensmitteln mit der Bezeichnung “all-natural” und solchen mit der Bezeichnung “natural”. Lebensmittel, die mit dieser Kennzeichnung versehen sind, sind identisch mit “natürlichen” Lebensmitteln und werden nicht reguliert, da das USDA sie nicht gekennzeichnet hat.

    Natürlich: Laut USDA enthalten Lebensmittel, die als “natürlich” gekennzeichnet sind, keine chemischen Zusätze oder Konservierungsstoffe, und die Inhaltsstoffe sind nur leicht raffiniert. Antibiotika, Wachstumshormone und andere ähnliche Stoffe können jedoch enthalten sein.