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Asthma lässt sich mit einer Dreifachtherapie besser kontrollieren

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    In den Vereinigten Staaten leiden über 20 Millionen Menschen an Asthma. Asthma ist eine häufige Ursache für Fehlzeiten am Arbeitsplatz und in der Schule und einer der häufigsten Gründe für Krankenhausaufenthalte in den Vereinigten Staaten. Zwischen 5 und 10 % der Asthmatiker leiden trotz der Einnahme verschiedener Medikamente unter häufigen, chronischen Symptomen und werden als “schwer behandelbare” oder “schwere” Asthmatiker eingestuft. Bei diesen Patienten kann Asthma lebensbedrohlich sein.

    Das Ziel der Asthmaforscher ist es, Wege zu finden, um die Symptome und Asthmaexazerbationen bei diesen Patienten zu verringern. Asthmasymptome werden durch eine Mischung aus Entzündung und Verengung der Atemwege verursacht, weshalb Asthmabehandlungen darauf abzielen, beides zu lindern. Inhalatoren werden üblicherweise verwendet, um Asthmabehandlungen über die Atemwege zu verabreichen. Diese Art der Verabreichung ermöglicht es, dass große Mengen an Medikamenten die Oberfläche der Atemwege erreichen, ohne dass sie in nennenswertem Umfang in den Blutkreislauf gelangen.

    Inhalatoren haben jedoch einige erhebliche Nachteile. Zunächst müssen die Patienten ihre Inhalatoren sorgfältig verwenden, um sicherzustellen, dass genügend Medikamente in die Atemwege gelangen. Wenn Personen, bei denen der Verdacht auf unkontrolliertes Asthma besteht, lernen, wie man einen Inhalator richtig benutzt, verbessert sich die Kontrolle der Symptome oft erheblich. Zweitens bestimmt die Größe der von einem Inhalator abgegebenen Partikel, welche Atemwege das Medikament erhalten. Der Mund und die großen oberen Atemwege werden eher mit größeren Partikeln beschichtet. Kleinere Partikel haben eine höhere Chance, in die kleinen Atemwege zu gelangen, die am meisten von Asthma betroffen sind.

    Zwei klinische Studien, die kürzlich in der Zeitschrift Lancet veröffentlicht wurden, haben unser Wissen über wirksame Asthmamedikamente für Erwachsene erweitert. Diese randomisierten, doppelblinden Untersuchungen wurden in großen, gut konzipierten globalen Studien durchgeführt. Darüber hinaus bot die einjährige Studiendauer genügend Zeit, um festzustellen, ob die anfängliche Reaktion über einen längeren Zeitraum anhielt, und um Unterschiede in der Häufigkeit von Asthmaexazerbationen zwischen den Studiengruppen festzustellen.

    Trotz der Behandlung mit mäßig dosierten inhalativen Kortikosteroiden wurden in der TRIMARAN-Studie 1 155 Patienten aus 16 Ländern untersucht, die mindestens eine schwere Asthmaexazerbation pro Jahr erlitten. Eine Gruppe von Studienteilnehmern erhielt inhalative Kortikosteroide und Formoterol, während die andere Gruppe inhalative Kortikosteroide, Formoterol und Glycopyrronium mit einem einzigen Inhalator erhielt, der extrem feine Partikel in die Lunge abgab. Formoterol ist ein lang wirkender Beta-Agonist, der häufig zur Asthmabehandlung eingesetzt wird. Glycopyrronium ist ein Bronchodilatator, der zur Klasse der langwirksamen Muscarin-Antagonisten (LAMA) gehört.

    Die TRIGGER-Studie untersuchte 1 437 Patienten mit schwerem Asthma, die trotz einer Behandlung mit hochdosierten inhalativen Kortikosteroiden mindestens eine signifikante Asthmaexazerbation pro Jahr hatten. TRIGGER verglich drei Patientengruppen. Eine Gruppe erhielt einen einzigen Inhalator, der ein inhalatives Kortikosteroid und einen lang wirksamen Beta-Agonisten enthielt. Die zweite Gruppe erhielt einen Inhalator mit einem Kortikosteroid und einem langwirksamen Beta-Agonisten sowie Tiotropium (ein LAMA), das über einen zweiten Inhalator verabreicht wurde. Der dritten Gruppe wurden mit einem einzigen Inhalator extrem kleine Partikel eines Kortikosteroids, eines langwirksamen Beta-Agonisten und Glycopyrronium verabreicht.